Project Description

DAMIAN DALLA TORRE

Montag 06.06. | 18:15 h

Damian Dalla Torre und seine Mitmusiker verstehen sich Meisterhaft auf die Kombination aus ihren Instrumenten, Sampels und Fieldrecordings. Sie erschaffen grandiose und warme Klanglandschafften. Damian Dalla Torres aktuelles Album „Happy Floating“ ist auf dem Label Squarma Records der Münchner Band Fazer erschienen.

Am 25. Februar 2022 erscheint mit Happy Floating das Debütalbum des in Südtirol geborenen und in Leipzig lebenden Musikers Damian Dalla Torre auf dem Münchner LabelSquama Recordings. Entstanden aus Skizzen, die mehrere Jahre zurückliegen und vollendet w hrend des Moments kollektiver Reflexion im vergangenen Pandemie-Jahr, ist Happy Floating ein verblüffendes Ergebnis von Genre Kollisionen und unerwarteten Metamorphosen. Das Album ist ein Gemeinschaftswerk mit Beitr gen von neunzehn Musiker*innen, darunter u.a. Ruth Goller, Alex Binder, Heidi Bayer, Theresia Philipp, Antonia Hausmann und Jan Roth. Die strahlende Collage aus Field-Recordings, Blechblasinstrumenten, Synth-Streichern und filigranen Sampling-Techniken schwankt zwischen sanfter Vertrautheit und traumhaften Verzerrungen, um dabei eine Wärme zu erzeugen, die uns nicht aufhören lässt, zuhören zu wollen. Unterstrichen wird dies durch Maximilian Schachtners au ergewöhliches Cover-Artwork, das einen zuckerwattigen Sonnenuntergang mit verspielten, handgezeichneten Wolken neben einem Bild mit raschelnder Plastiktextur zeigt und so das Thema der Platte, die Ambivalenz, auf die Vinylhülle überträgt. Auf dem gesamten Album versucht Damian Dalla Torre, einen Zustand des Happy Floating zu erforschen: Dabei ist er sich der unbeständigen Natur der Sorglosigkeit bewusst und verdichtet sie kraftvoll in klanglicher Form. Über die Musik des Albums sagt er: „Es ist zwiespältig – man ist melancholisch, aber gleichzeitig auch unverhohlen hoffnungsvoll“. Damian Dalla Torres Werk fasst das kollektive Gefühl einer Generation in schwierigen Zeiten zusammen, in der ein vorsichtiger Optimismus vor dem Hintergrund einer zunehmend düsteren Welt außerhalb der eigenen vier Wände fortbesteht. Dies spiegelt sich in den klanglichen Verschiebungen von Happy Floating wider: von der computerisierten Sehnsucht und den schwebenden Flöten in „Bolzano“ über das sich wandelnde „heyheyhey“ und die glückseligen Orgelakkorde, die in „Where To Go“ in Bläsersätze ausbrechen, bis hin zu der faszinierenden Gegenüberstellung von analogen Gitarrenzupfern und Klavierexperimenten mit dem Ruf und der Antwort des Casio-Synthesizers in „8:45″. Am Ende das beunruhigende Dröhnen des letzten Stücks „SO“, das die Erwartung, sich in der Leichtigkeit der Auflösung einzurichten, durchbricht. Wie der symbolische Ph nix aus der Asche erhebt sich die Lebensfreude aus den schwebenden Melodien des ersten Single „Alles Neu“ – eine Metapher für die Möglichkeiten, die sich mit einem Neuanfang ergeben. Euphorie mag schwer fassbar sein, aber in der Entschlossenheit, Frieden mit einer Welt im Wandel zu schließen, bietet Damian Dalla Torre einen überzeugenden Blick auf eine wegweisende, neue künstlerische Stimme. 

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